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Dieser Artikel aus dem Ressort Stadtleben Wütende Proteste gegen Sparpläne für KitasDie Stimmung gestern vor dem Roten Rathaus war aufgeheizt. Mehrere Hundert Kita-Erzieher versammelten sich dort unter dem Motto «Wir sind sauer - aber lassen uns nicht auspressen», um gegen die Bildungspolitik des Senats zu protestieren. Aufgerufen zu der Protestaktion hatten die Gewerkschaften GEW und Ver.di., um damit ihre Position in den Solidarpaktgesprächen zu stärken. Die Gewerkschaftsvertreter forderten die Rücknahme der bereits beschlossenen Verschlechterungen in der Personalbemessung in den Horten und Kita-Leitungen. Der Protest richtete sich zudem gegen die Privatisierung der städtischen Kitas. Dadurch sollen 30 Millionen Euro eingespart werden. Die Erzieher fürchten, aus den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes zu fallen. Vielen Teilnehmern ging die Aktion der Gewerkschaften offenbar nicht weit genug. Klaus Dieter Hinkelmann, Sprecher vom Landeselternausschuss (Leak), meinte, «eine schärfere Auseinandersetzung», sei nötig. Eltern könnten nicht durch «Schwarzarbeit» den Abbau von 900 Stellen ausgleichen. Der Kita-Leiter Gerald Schulz forderte unter dem starken Applaus der Versammelten eine Urabstimmung zum Generalstreik und auch sein Nachfolgeredner, FU-Professor Peter Grottian von der Initiative Berliner Bankenskandal, griff die Forderung auf. Heute gehen die Proteste vor dem Roten Rathaus weiter. Das Blaue Kamel - ein Aktionsbündnis von Behindertenorganisationen - und die freien Wohlfahrtsverbände wollen von 12.15 Uhr an gegen die Kürzungen im Sozial- und Jugendhilfebereich demonstrieren. Um 13 Uhr öffnet auf dem Alexanderplatz ein Marktplatz der verschiedenen Initiativen. Im Sozialbereich sollen 200 Millionen Euro eingespart werden. flo Lesen Sie auch: «Völliger Blödsinn» Alle Bezirksbürgermeister gegen Vorstoß des Beamtenbundes zur Abschaffung der Bezirke Wowereit: Beamte sollen auf Gehaltserhöhung verzichten Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld diskutiert / Dafür Reduzierung der Wochenarbeitszeit Was Düsseldorf von Berlin übernommen hat Auch NRW-Hauptstadt mit zweistufiger Verwaltung - Hamburg hat einen Senator für Bezirksangelegenheiten Solidarpakt: Senat setzt Gewerkschaften unter Druck Contra Bezirksämter: Aufgeblähte Verwaltungen Pro Bezirksämter: Teil der Demokratie Diesen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.morgenpost.de/archiv2002/021001/berlin/story552622.html (C) Berliner Morgenpost Online 2002 |