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Erhöhung der Kitabeiträge bringt freie Träger in Bedrängnis

Der Trend, der sich durch die Erhöhung der Kitabeiträge zu Beginn des Jahres abzeichnet, hat die Experten alarmiert. "Jetzt bestätigt sich, wovor wir gewarnt haben: weniger Anmeldungen, Reduzierung der Betreuungszeiten und Kündigungen von Kitaplätzen", sagt Elfi Jantzen, jugendpolitische Sprecherin der Grünen. Die Folgen seien fatal. Statt frühkindliche Bildung zu stärken, werde sie ausgedünnt. Auf diese Weise erreiche Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) doch noch sein Ziel, Millionen aus dem Kitabereich herauszuschneiden.

Vor schwer wiegenden Problemen stehen auch die freien Träger. "Abmeldungen und Stundenreduzierungen mitten im Kitajahr stellen die Einrichtungen vor finanzielle Schwierigkeiten", sagt Martin Hoyer vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Mit Sorge sieht der Kita-Experte der freien Träger besonders die sinkende Zahl der Neuanmeldungen. "Wenn die Platzzahlen abnehmen, widerspricht das der erklärten Absicht des Senats, die vorschulische Bildung zu stärken", sagt Hoyer.

flo

Berliner Morgenpost, vom: 11.03.2004
URL: http://morgenpost.berlin1.de/archiv2004/040311/berlin/story665112.html