Ikarus-Grundschule: Eltern kritisieren Ganztags-KonzeptMariendorfDie Absicht des Bezirksamtes, die Ikarus-Grundschule mit Beginn des kommenden Schuljahres in eine "offene Ganztags-Grundschule" umzuwandeln, stößt bei den Eltern auf Ablehnung - und das, obwohl sich die meisten Eltern eine Betreuung auch am Nachmittag für ihre Kinder wünschen. "Doch was uns das Schulamt jetzt auftischt, ist Etikettenschwindel", sagt Elternvertreter Uwe Januszewski. In dem vom Schulstadtrat Dieter Hapel (CDU) vorgelegten ursprünglichen Konzept, dem die Eltern ihre Zustimmung gaben, sollte die bezirkseigene Kita auf dem Nachbargrundstück für die Freizeitbetreuung und das Mittagessen zur Verfügung stehen. "Doch nun mussten wir aus der Presse erfahren, dass die Kita nicht mehr zur Verfügung steht", so Januszewski. Denn Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) hat die Kita zum 1. Mai an "Boot e. V." übertragen. Die Kinder sollen nun von 8 bis 16 Uhr, bei Bedarf auch bis 18 Uhr im Schulgebäude betreut werden. Freizeitaktivitäten müssen in Klassenräumen, auf abgetrennten Flurbereichen sowie auf dem Pausenhof stattfinden. Gegen solche Art der "Kinder-Kasernierung" laufen die Eltern Sturm. "Wir haben kein Verständnis für die chaotische Planung des Bezirksamtes, bei der offenbar die eine Abteilung nicht weiß, was die andere tut", sagt der Elternsprecher. Heute um 18 Uhr stellen sich die verantwortlichen Stadträte in der Ikarus-Schule, Körtingstraße 45, den Fragen der Eltern. ijBerliner Morgenpost, vom: 20.04.2004
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