Hilfsangebote

Rußland

In den letzten Jahren beschränkt sich die Auslandhilfe fast ausschließlich auf den vom Berliner ASB im Jahre 1992 in Puschkin/St. Petersburg gegründeten Bund der Samariter der Stadt Puschkin. Die Puschkiner Samariter hatten in den ersten Jahren große Schwierigkeiten sich zu etablieren. Von der russischen Seite haben sie keinerlei Unterstützung bekommen, in Gegenteil, man hat sie bei ihrer Arbeit oft behindert, von den Behörden wurden sie nicht anerkannt. Die einzige Hilfe, auf die sie zählen konnten kam vom ASB Berlin. Inzwischen hat sich die Lage geändert. Bund der Samariter der Stadt Puschkin ist zum festen Bestandteil des sozialen Netzes der Stadt geworden, sie helfen überall dort, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird. Sie arbeiten ganz eng mit der Sozialabteilung der Stadtverwaltung zusammen, sind jedoch unabhängig und selbständig. Ihre Arbeit wird geschätzt. Der Bürgermeister der Stadt hat sich erst vor Kurzem bei Ihnen ganz offiziell bedankt.

In einem von der Stadtverwaltung zum Verfügung gestelltem alten Haus werden etwa 50 obdachlose Kinder und Kinder aus sozial schwächsten Familien untergebracht, versorgt und betreut. Die Mädchen haben die Möglichkeit in einer Lehrwerkstatt nähen zu lernen, für die Jungs wurde eine Schreinerwerkstatt eingerichtet. Die Nähmaschinen, die Stoffe, das Nähmaterial und ein Teil der Werkzeuge kam mit den Hilfslieferungen aus Berlin. Das Haus wird aus eigener Kraft und mit sehr bescheidenen Mitteln renoviert und zweckmäßig eingerichtet. Der ASB Berlin spendete für das Samariter-Haus eine Telefonanlage, 2 Waschmaschinen, 2 Staubsauger, Kleingeräte, Geschirr, Dekostoffe, Decken, Bettwäsche, Spielzeug, Büromaterial, Wasch- und Reinigungsmittel, teils aus den Spenden, teils neu gekauft.

Die anderen Spenden, die aus Berlin kommen (vorwiegend Kleidung, Schuhe, Lebensmittel, Spielzeug Medikamente und medizinisches Material) werden von den Puschkiner Samaritern verteilt. Sie gehen an die Kindersanatorien, Kinderheime, Altenheime, zwei Obdachlosenheime, Krankenhäuser für Langzeitkranke, an die Suppenküche und sozial schwache Familien.

Eine große Spende Babykleidung ging an die Entbindungsstation des Städtischen Krankenhauses. Ein Teil der Bekleidung wird vom Bund der Samariter gelagert, um in extremen Fällen (z. B. nach Hausbränden) schnelle Hilfe mit dem Nötigsten leisten zu können.

Der ASB Berlin hat in den Jahren 1994-1997 mehrere Transporte mit humanitärer Hilfe nach Rußland geschickt. Bis auf eine Ausnahme im Februar 1995 wurden die Spenden mit den Fahrzeugen des ASB Barsinghausen transportiert und von Berliner ASB-Mitgliedern den Puschkiner Samaritern übergeben.

Im November 1994 transportierte der ASB über 2000 Lebensmittelpakete (davon 1000 nach Moskau und der Rest nach Puschkin). Diese Pakete wurden nach einer von der Sozialabteilung zusammengestellten Liste der Bedürftigen verteilt. Außerdem medizinisches Material, Kleingeräte, Gehhilfen, Spielzeug, eine Lebensmittelspende der Firma Kühne Berlin.

Der Ortsverband Neukölln - Jugendgruppe hat 150 kleine Weihnachtspäckchen für die Kinder in den Krankenhäusern gepackt. Von einem Kindergarten in Neukölln kam als Spende Kindermöbel, sie wurde dem Kinderheim geschenkt.

Im Februar 1995 hatte der ASB hatte die Möglichkeit, mit einem Hilfstransport des Bezirksamtes Neukölln eine Spende dem Puschkiner Samariterbund zukommen lassen.Es waren mehrere Hundert Pakete mit Kleidung, Schuhen und Spielzeug, sowie eine Geldspende vom Club der Amerikanischen Frauen in Berlin. Für die 500 DM wurden Lebensmittel gekauft.

Im Dezember 1997: Die vorläufig größte "Spende aus eigener Kraft". Zwei große LKW des ASB Barsinghausen brachten die Hilfe nach Puschkin. Hauptsächlich warme Bekleidung und Schuhe, die immer noch dringend gebraucht werden. Gesammelt wurden die Spenden von den Berliner Samaritern, unterstützt von der Auenkirche, dem Bezirksamt Neukölln und einigen privaten Personen.

Tschechische Republik

Nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer 1997 hat im September 1997 eine einmalige Hilfsaktion für die tschechische Stadt Usti nad Orlici stattgefunden - es war eine gemeinsame Aktion des ASB Berlin und des Bezirksamtes Neukölln von Berlin. Firma IKEA Berlin hat Möbel im Wert von ca 50.000 DM als Spende angeboten. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln hat die Transportkosten übernommen. Die Aktion wurde von der Abteilung Auslandshilfe der ASB Landesgeschäftsstelle Berlin durchgeführt. Mit den Möbeln wurde eine Kindertages-stätte, eine Schule und ein Kinderhort ausgestattet.

Alena LEVINE-DVORAK ASB Landesgeschäftsstelle Berlin